Was hättest du in den 1930er Jahren getan?

Europäer bekommen heute eine zweite Chance, an der Seite der Juden zu stehen.

Die sozialen Medien sind nicht gerade dafür bekannt, große Weisheiten zu verbreiten, aber manchmal treffen Beiträge genau ins Herz des Zeitgeists. So auch vor einigen Tagen, als ich auf Facebook folgendes las: „Wenn du dich je gefragt hast, was du in den 1930er Jahren getan hättest, du tust es heute“.

Dieser Satz macht für mich viel Sinn, denn mir scheint, dass wir uns in einer ähnlichen Welle des Judenhasses befinden wie damals. Man kann die Situation nicht vollständig übertragen, aber es gibt eine Gruppe von Menschen und Ländern, die das jüdische Volk auslöschen wollen und es gibt viele Menschen, die danebenstehen und zuschauen.

Dann gibt es noch die Politiker des Westens, die versuchen, das Krokodil zu füttern, anstatt es zu bekämpfen, in der Hoffnung als letztes gefressen zu werden.

Eine zweite Chance

In unserer Familie war der Holocaust ein großes Thema und ich habe mich oft gefragt, was ich während dieser Zeit getan hätte. Würde ich vor den Nazis fliehen, gegen sie kämpfen, oder hätte ich das Schicksal meiner sechs Millionen Brüder und Schwestern geteilt? Als jüdischer Israeli würde ich heute sagen, dass ich kämpfen würde, wie wir es heute tun. Aber wenn ein großgewachsener SS-Offizier mit seinem Schäferhund an deine Tür klopft, könnte es mit der Tapferkeit schnell zu Ende sein.

Fragen sich deutsche Nichtjuden auch, was sie damals getan hätten? Wenn ja, haben sie heute die Möglichkeit, so zu handeln, wie sie es damals nicht konnten, weil sie noch nicht geboren waren. Heute haben alle Europäer, die sich in den 1930ern gegen die Juden gewendet hatten, die Möglichkeit, für das Volk Gottes und das Gute in unserer Welt einzustehen.

Es geht dabei nicht mehr darum, Juden in seinem Haus vor den Nazis zu verstecken, denn sie können vor dem muslimischen Mob nach Israel fliehen. Man sollte sich jedoch sehr klar darüber sein, wer heute auf der Seite des Guten und wer auf der Seite des Bösen steht. So wie damals sind die Seiten eindeutig festgelegt zwischen Mördern und Opfern, die sich heute jedoch verteidigen können.

Kein Fortschritt

da es diese Parallelen gibt, scheint mir, Gott hat den Europäern und besonders den Deutschen eine zweite Chance gegeben, an der Seite seines Volkes oder auf der anderen Seite zu stehen. Leider wird sie jedoch nicht genutzt.

So viele Menschen in Europa marschieren an der Seite muslimischer Judenhasser und so viele Politiker stellen sich gegen Israel. Westeuropa ist für Juden zu einem feindlichen Gebiet geworden und für Israel zumindest kein Freund mehr. Wenn der Trend so weitergeht, wird der Kontinent bald judenrein sein und die muslimischen Einwanderer haben erreicht, was Hitler nicht schaffte.

Ich kenne Gottes Gedanken natürlich nicht, aber falls die heutige Situation wirklich eine zweite Chance darstellt, ist er sicherlich sehr enttäuscht. Es ist deutlich geworden, dass sich Westeuropa mehrheitlich moralisch nicht weiterentwickelt hat.

Abgesehen von den Menschen, die für Israel einstehen, wie einige christliche Gruppen, Parteien und Einzelpersonen, stehen die Juden heute genauso alleine da, wie vor fast 100 Jahren.

Gottes Rache

Angesichts der anhaltenden Feindschaft Europas gegenüber dem Volk Israel, kommt man nicht umher, an die Verse aus Obadja zu denken, die über genau diese Situation sprechen. Edom ist das Volk, das von Jakobs Bruder Esau gegründet wurde und sich nach Ansicht der jüdischen Weisen im Laufe der Zeit zum „Westen“, also Europa, Russland und Nordamerika entwickelt hat. Hier einige passende Verse aus Obadjas Vision für das Ende der Tage:

„Dies ist die Offenbarung an Obadja: So spricht Gott, der Herr, über Edom: Wir haben eine Botschaft gehört vom Herrn, und ein Bote wurde damit an die Völker entsandt: »Auf, laßt uns aufbrechen zum Krieg gegen sie [Israel]!« Siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Völkern; sehr verachtet bist du.

[An Esau] Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schande bedecken, und du sollst auf ewig ausgerottet werden! An jenem Tag, als du dabeistandest, an dem Tag, da Fremde sein Hab und Gut wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst du auch wie einer von ihnen!

Denn nahe ist der Tag des Herrn über alle Heidenvölker; wie du gehandelt hast, so wird man dir gegenüber handeln; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück!

Aber auf dem Berg Zion wird Errettung sein, und er wird heilig sein; und die vom Haus Jakob werden ihre Besitzungen wieder einnehmen.“

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Michael Selutin
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