Diktaturen fallen und die Hoffnung in Israel steigt

In Israel wächst vorsichtige Hoffnung, während autoritäre Regime wanken. Ein persönlicher Blick auf Politik, Glaube und die Grenzen messianischer Erwartungen.

Als am Samstagabend der Schabbat verbei war, erreichte uns die gute Nachricht, dass der Diktator Venezuelas von den USA gefangengenommen wurde. Ich war am meisten von der Chutzpe der Amerikaner beeindruckt, solch eine Aktion durchzuführen. Sie scheint von den Maßnahmen inspiriert zu sein, die Israel in den letzten zwei Jahren zu seiner Verteidigung durchgeführt hat.

Diktaturen fallen

Gleichzeitig verfolgen wir Israelis die Demonstrationen im Iran genau. Auch hier hoffen wir, dass das Terrorregime in Teheran abgesetzt wird und es zu einem Frieden mit uns kommt. Die israelische und die amerikanische Regierung unterstützen die Demonstranten im Iran mit ermutigenden Worten in den sozialen Medien und vielleicht auch aktiv im Land.

Der 7. Oktober hat Israel und den Juden weltweit einen schweren Schlag versetzt, aber es scheint, er hat zum Fall einiger Feinde Israels und der westlichen Welt geführt. Der syrische Diktator wurde zwar durch einen Islamisten ersetzt, aber sein Militär ist heute weit schwächer als vor dem Fall Assads.

Ob er seine Waffen freiwillig abgibt?

Im Libanon steht die Hisbollah ohne Nasrallah und auch viel schwächer als vorher da. Sie muss sogar eine Entwaffnung durch die libanesische Armee fürchten.

Die Hamas ist zwar ebenfalls noch an der Macht, aber kontrolliert nur die Hälfte des Gazastreifens und auch von ihr wird eine Entwaffnung gefordert, die ebenso wie im Libanon höchstwahrscheinlich mit Waffengewalt durchgesetzt werden muss.

Es fehlen noch einige feindliche Länder in dieser Liste, wie der Jemen, die Türkei und Katar, aber so wie es bisher lief, sehen viele in Israel erstmals seit Langem die Möglichkeit, dass auch diese Regime nicht unangreifbar sind.

Nur so am Rande. Wer jetzt Trump kritisiert, weil er „internationales Recht“ gebrochen und einen „unnötigen“ Krieg mit Venezuela losgetreten hat, sollte bedenken, was Maduro seinem Volk angetan hat. Nicht umsonst feierten die Bürger des Landes seine Entführung. Und auch die Bürger der USA sind jetzt sicherer ohne die Drogen, die aus Venezuela dorthin geschmuggelt werden.

Hinzu kommt, dass sich Diktatoren wie Maduro und die Mullahs im Iran nicht um das internationae Recht kümmern, sie spielen nicht nach den Regeln. Es sind die westlichen Länder, die sich durch das internationale Recht selbst einschränken, während ihre Feinde alles tun, um ihre Ziele zu erreichen.

Messianisch?

Da wir uns im jüdischen Jahr 5786 befinden und die Welt, wie wir sie kennen, spätestens im Jahr 6000 zu Ende geht, bleibt uns nicht mehr viel Zeit dieses messianische Zeitalter zu erreichen. Viele öffentliche Aussagen von Rabbinern beginnen mit den Worten, „heute, kurz vor dem Kommen des Messias…“

In der religiösen Welt Israels herrscht also ein vormessianisches Gefühl, das durch die plötzlichen, weltbewegenden Ereignisse verstärkt wird.

Wir wissen nicht viel über das messianische Zeitalter, aber wir wissen, dass es eine gute, glückliche Zeit sein wird. Das ist übrigens einer der Gründe, warum Juden den christlichen Messias ablehnen. Sein Kommen hat das Leben für die Menschheit und insbesondere für die Juden nicht gerade verbessert.

Um jedoch das gute, messianische Zeitalter zu erreichen, muss es erstmal besser werden und die stürzenden Diktatoren und Feinde Israels passen in dieses Schema. Das Böse muss aus der Welt entfernt werden.

Prognosen

Obwohl Donald Trump kein Jude ist, verhält er sich in vieler Hinsicht wie ein enger Freund Israels. Er kämpft mit uns gegen unsere Feinde, die auch seine Feinde sind, innerhalb und außerhalb der USA. Ich denke, dass Trump, ermutigt durch den Erfolg in Venezuela, weiter aufräumen und gegen die islamisch-linke Achse vorgehen wird. Dazu gehören weitere südamerikanische Länder, aber auch weitere im Nahen Osten, wo Trump nicht direkt einschreiten muss. Es reicht, wenn er Israel grünes Licht gibt.

Der wichtigste Dominostein ist jedoch der Iran. Sollte es dort zum Sturz des Regimes kommen und zur Rückkehr des Schahs, der ein Freund Israels und des Westens ist, könnte uns Großes bevorstehen. So wie der Fall der Nazis die Entstehung Israels ermöglichte, könnte der Fall des Iran einen weiteren Schritt in Richtung messianisches Zeitalter ermöglichen.

Und was wäre dieser nächste Schritt? Die Wiedervereinigung Israels!

Ich habe von verschiedenen Rabbinern gehört, dass die jüdische Souveränität über Judäa und Samaria, das sogenannte biblische Kernland, Voraussetzung für das Zeitalter des Messias ist. Das macht natürlich Sinn, denn dort spielt sich ein großer Teil der israelischen Geschichte ab. Das Grab unserer Vorväter befindet sich in Hebron, das Grab Josephs in Sichem, dem heutigen Nablus und das Grab Rachels in Bethlehem, alles Orte, die von den Palästinensern besetzt sind.

Bisher hat sich Trump gegen eine israelische Souveränität in Judäa und Samria, dem sogenannten Westjordanland, ausgesprochen, aber das muss nicht so bleiben. Der Fall des Iran würde die Terrororganisationen dort deutlich schwächen und möglicherweise den Weg zur Wiedervereinigung ebnen.

Dies wird jedoch zu  heftigen internationalen Widerständen führen, die Israel nur mit Hilfe Amerikas überstehen kann. Hoffentlich wird bei den nächsten Wahlen in Israel im Oktober eine Regierung ins Amt kommen, die mutig genug ist, diesen Schritt zu tun.

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Michael Selutin
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